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Vor 150 Jahren – der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 in der Perspektive der beiden Nationen – Kapellengespräch

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Vor 150 Jahren – der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 in der Perspektive der beiden Nationen – Kapellengespräch


Datum Donnerstag, 25. November 2021, 19:00 Uhr
Standort Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, 10787 Berlin
Mitwirkende
Prof. Dr. Etienne François, Dr. Harald Fritz Potempa
Vor 150 Jahren – der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 in der Perspektive der beiden Nationen – Kapellengespräch

Prof. Dr. Etienne François
Dr. Harald Fritz Potempa
Pfarrer Martin Germer

Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 führte nicht nur zur Grün­dung des Deutschen Reiches, sondern hatte langanhaltende Konsequen­zen für die beteiligten Nationen.

In Deutschland führten die Schlachtensiege, der gewonnene Krieg und nicht zuletzt die von Vielen ersehnte Staatsgründung zu einer wei­ten und oft durch Nationalismus geprägten Begeisterung. Insbesondere der Jahrestag der Schlacht von Sedan am 2. September wurde deutsch­landweit begangen. Zahlreiche Denkmäler für die Erinnerung an den Sieg und auch an die erlittenen Verluste wurden errichtet. In den Folge­jahren erlebte das Deutsche Reich eine Periode beispielloser Prosperität. Dieser Aufschwung und auch das Kaiserreich fanden jedoch mit dem Ersten Weltkrieg ihr furchtbares Ende.

In Frankreich hingegen wuchs der Groll gegen den triumphierenden Nachbarn: Elsaß-Lothringen musste abgetreten und hohe Reparations­zahlungen mussten entrichtet werden. Auch die Reichsgründung im Spiegelsaal von Versailles war zutiefst demütigend. Aus dem französi­schen Versuch, eine deutsche Hegemonie auf dem europäischen Konti­nent zu verhindern, war eine bittere Niederlage geworden. Hinzu kamen unmittelbare Folgen wie das Ende der Regentschaft Kaiser Napoleon III., die Niederschlagung der Pariser Kommune und die Ausrufung der Drit­ten Republik, die 1940 erneut in einem Krieg zwischen den beiden Nach­barn endete.

Die „Erbfeindschaft“ war mehr als ein geflügeltes Wort. Doch warum und worum wurde überhaupt 1870/71 gekämpft, und welche Auswir­kungen prägten die Selbstverständnisse der beiden Nationen über Jahr­zehnte sowie die Blickweisen auf den jeweiligen Nachbarn?

Darüber sprechen die Historiker Prof. Dr. Etienne François, Freie Uni­versität Berlin/Le Souvenir Français, und Dr. Harald Fritz Potempa, Zen­trum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam. Pfarrer Martin Germer ergänzt dies um einen besonderen Blick auf die bewusst am 25. Jahrestag der Schlacht von Sedan einge­weihte ursprüngliche Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die damit selbst als ein „Kind“ jenes Krieges erkennbar wird. Die anschließende Diskus­sion moderiert Martin Bayer, Geschäftsführer des Landesverbands Ber­lin des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., der den Abend initiiert hat und mit der Kirchengemeinde zusammen veranstaltet.

Für diese Veranstaltung gilt die 3 G-Regel.

(Foto © 2021 Martin Bayer)