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"Resonanzsphären der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“

OKT
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"Resonanzsphären der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“


Datum Samstag, 30. Oktober 2021, 13:30 - 18:30 Uhr
Standort Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin
Preis
Anmeldung per Mail unter stiftung@gedaechtniskirche-berlin.de.
"Resonanzsphären der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“

Interdisziplinäres und interaktives Symposium

Besucherinnen und Besucher der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche berichten immer wieder, wie dieser Kirchenraum sie anspricht und wieviel er in ihnen zum Klingen bringt. Neben dem intensiven blauen Licht und der Klarheit der Architektur, neben der Wirkung der großen Christusfigur mit ihren zugleich bergend und segnend ausgebreiteten Armen ist es für viele auch das Wissen um ihre Bedeutung als Mahnmal für den Frieden, das gerade diese Kirche für viele zu einem ganz besonderen „Resonanzort“ macht. Die Wechselbeziehungen zwischen der Turmruine in der Mitte und den sie umfassenden Neubauten und nun seit einigen Jahren auch dem „Goldenen Riss“ am Ort des Terroranschlags 2016 lassen sich ebenso als „Resonanzachsen“ beschreiben wie die Wechselbeziehungen zwischen der Kirche, die zum unverwechselbaren Wahrzeichen Berlins wurde, und dem sie umgebenden Stadtraum.
Das Phänomen der „Resonanz“ und die daraus entwickelte Begrifflichkeit wurde vor einigen Jahren von dem Jenaer Soziologen Hartmut Rosa zum Ausgangspunkt für eine neue „Soziologie der Weltbeziehung“ genommen und hat seither sowohl in der Soziologie als auch in Pädagogik, Psychologie, Architekturtheorie sowie anderen Disziplinen und nicht zuletzt in der Theologie zu vielfältigen Überlegungen angeregt.

60 Jahre nach der Einweihung wollen wir die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in einem Symposium nicht nur als Gebäudeensemble mit seiner Aura und seiner symbolischen Qualität als „Resonanzort“ in den Blick nehmen, sondern ebenso die besonderen „Resonanzsphären“, in denen hier kirchliches Leben stattfindet, musikalisch und in Gottesdiensten zu besonderen gesellschaftlichen Anlässen, am historischen Erinnerungsort und als Teil des kulturellen Lebens der City West.   

In Aufnahme von Impulsen aus dem Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa vom Vormittag finden um 13.30 und um 15.30 Uhr jeweils fünf parallele Workshops statt:

A: Sich im Kirchenraum erleben – die Gedächtniskirche als offene „Oase“ der Resonanz

B: Akustik und Atmosphäre als Rahmenbedingungen des Unverfügbaren: Musikerleben in der Gedächtniskirche

C: Zugewachsene Bedeutung: Die Turmruine als Anstoß zum geschichtlichen Erinnern und als Resonanzraum zum Bewusstwerden eigener Verantwortung

D: Horizontale, diagonale und vertikale Resonanzachsen: Anlassbezogene Gottesdienste mit gesellschaftlichen und interreligiösen Partnern

E: „Bei uns um die Gedächtniskirche rum“: Die heutige City West und ihre (heimliche) Mitte resonanztheoretisch bedacht.

Jeder der 90-minütigen, interdisziplinären Workshops, um 13.30 Uhr und um 15.30 Uhr, wird eingeleitet durch ein oder zwei Impulsreferate von Fachleuten aus der Wissenschaft, die darüber mit Praktiker:innen der Gedächtniskirche und Kooperationspartner:innen aus der Zivilgesellschaft und der Politik ins Gespräch kommen. Zugleich stehen die Workshops allen offen, die Erfahrungen mit dieser Kirche und Interesse an einem oder mehreren dieser Themenfelder mitbringen. Je vielfältiger die Wahrnehmungen, Fragen und Gedanken sind, die ins Nachdenken einfließen, umso besser!

Vor und zwischen den Workshops gibt es musikalische Impulse, Klangexperimente, Führungen an besondere, normalerweise nicht zugängliche Orte im Gebäudeensemble und seiner Umgebung sowie einen Mittagsimbiss. Das Symposium wird abgeschlossen mit einem 75-minütigen Podiumsgespräch um 17.15 Uhr, hierzu ist keine Anmeldung erforderlich:

17.15 – 18.30 Uhr Podiumsgespräch „Perspektiven für den Resonanzort Gedächtniskirche“

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Mitglied des Deutschen Bundestages Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein, Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Sprengel Berlin. Dr. Jan Schulte-Kellinghaus, Programmdirektor rbb Dr. Ruth Klawun, Abteilungsleiterin Bau- und Kunstdenkmalpflege im Landesdenkmalamt Prof. Kai-Uwe Jirka, Universität der Künste, Leiter des Staats- und Domchores und der Singakademie zu Berlin Pfarrer Martin Germer, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Moderation: Dr. Birgit Klostermeier, „In – Differenz. Beratung. Bildung. Forschung“ (ehemalige Regionalbischöfin Osnabrück, Landeskirche Hannover; davor Superintendentin des Kirchenkreises Berlin-Schöneberg)


Da die Teilnahmezahl bei den Workshops begrenzt ist, erbitten wir hierzu verbindliche Anmeldung vorab, unter Angabe der gewünschten Workshops und Uhrzeiten, per Mail unter stiftung@gedaechtniskirche-berlin.de. Alle, die sich bis zum 27.10. angemeldet haben, erhalten eine Anmeldebestätigung und ggfs. nähere Angaben. Wenn der gewünschte Workshop schon ausgebucht sein sollte, werden Ersatzvorschläge gemacht.


Das Gesamtprogramm finden Sie hier.

Für alle Veranstaltungen des Symposiums gilt die 3G-Regel, für einzelne Workshops die 2G-Regel.