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Kapellengespräch (2G)

JAN
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Kapellengespräch (2G)


Datum Dienstag, 4. Januar 2022, 19:00 - 20:30 Uhr
Standort Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin
Mitwirkende
Pfarrer Martin Germer
Kapellengespräch (2G)

"Gabriel Loire – Gestalter des Lichts."

Pfarrer Martin Germer

Nachdem am 10. Dezember der Architekt Egon Eiermann als Erbauer der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche gewürdigt wurde, soll in diesem Kapellengespräch der französische Glaskünstler Gabriel Loire (1904–1996) aus Chartres im Mittelpunkt stehen. Er hat in enger Zusammenarbeit mit Egon Eiermann das Konzept für die Gestaltung der Glaswände der Kirche entwickelt, und seine „Ateliers Loire“ haben es mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgesetzt. Ohne diesen „Maître verrier“, ohne sein künstlerisches und handwerkliches Können und sein organisatorisches Geschick – 21.334 Beton-Glas-Elemente, jedes einzeln entworfen und genau nach Plan aus mit Beton vergossenen Dickglasstücken unterschiedlicher Farben zusammengefügt, mussten in 16 Monaten hergestellt, verpackt und zum Einbau nach Berlin geliefert werden – wäre diese Kirche nicht das, was sie sowohl in der Raumwirkung im Innern als auch mit ihrer nächtlichen Ausstrahlung in den Stadtraum hinein so einmalig macht.

Gabriel Loire hat seit der Begründung seines Ateliers 1948 und bis zu seinem Tod weit über 700 Projekte in aller Welt realisiert, an vielen Orten Frankreichs und in Santiago de Chile, in Casablanca und im texanischen Dallas, im englischen Salisbury und im japanischen Hakone. Seine Glaskunst leuchtet in zahllosen Kirchen, doch auch in profanen Gebäuden. Manches erreicht ähnliche Dimensionen wie bei der doppelwandigen, blau leuchtenden Gedächtniskirche und ihrem ebenfalls blauen Turm sowie der in ganz anderen Farben ausgestalteten Umfassungsmauer der Kapelle. Im Kapellengespräch mit Pfarrer Martin Germer kurz nach dem 25. Todestag von Gabriel Loire – er starb am 27. Dezember 1996 – wird Loires Werdegang nachgezeichnet und sollen einige seiner wichtigsten Werke im Bild vorgestellt werden, darunter natürlich auch „Berlin“, wie das Projekt Gedächtniskirche in Chartres noch heute genannt wird, mit seiner spannenden Entstehungsgeschichte.

Das Kapellengespräch findet in Präsenz mit 2G, alternativ per Zoom, statt, vorherige Anmeldung dringend erbeten (auch wegen begrenzter Platzzahl).