Dialogveranstaltung zur Ausstellung II.II.I8 DÄMMERUNG

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Datum Dienstag, 13. November 2018, 19:30 Uhr
Ort
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin, Deutschland

„Der Hemmeter-Christus der Gedächtniskirche und die Fragen von Zugänglichkeit und künstlerischer Qualität“

Dialogveranstaltung mit Dr. Johann Hinrich Claussen, Prof. Dr. Kathrin Müller und Pfarrer Martin Germer

Als der fränkische Bildhauer Karl Hemmeter1962 im Auftrag von Bischof Otto Dibelius die Figur des auferstehenden Christus für die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche schuf, befürchtete der Architekt Egon EiermannSchlimmstes: „Abgestandener Naturalismus“ wie in vielen Kirchen könnte „seine“ Kirche künstlerisch verderben. Hemmeters Entwurf war in seinen Augen „eine Plastik für Lieschen Müller“. Eben diese raumbeherrschende goldene Christusfigur vor der blauen Glaswand mit ihrer segnenden Geste hat seither aber bei Millionen von Menschen einen stark prägenden Eindruck hinterlassen und wurde ver-mutlich zu einem der wirkmächtigsten christlichen Bildwerke im 20. Jahrhundert. So kann an den Kontroversen um ihre Entstehung und an ihrer Wirkungsgeschichte exemplarisch der Frage nach der künstlerischen Eigenständigkeit religiöser Bildwerke und ihrer Wirkung im Kirchenraum nachgegangen werden, mit Blick auch auf die Installationen der Ausstellung II.II.I8 DÄMMERUNG.
Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Johann Hinrich Claussen, diskutiert mit Prof. Dr. Kathrin Müller, Kunsthistorikerin an der Humboldt-Universität zu Berlin, und Pfarrer Martin Germer