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Ursprünge I\IX – BEETHOVEN +

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Ursprünge I\IX – BEETHOVEN +


Datum Freitag, 3. Februar 2023, 20:00 Uhr
Standort Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin
Mitwirkende
Sinfonisches Kammerorchester Berlin
Preis
18 € Eintritt, 12 € ermäßigt
Ursprünge I\IX – BEETHOVEN +

Sinfonisches Kammerorchester Berlin, Leitung Thorsten Putscher

19:15 Uhr Konzerteinführung in der Kapelle durch die Musikwissenschaftlerin, Komponistin und Pianistin Meike Pfister 


BEETHOVEN+ | Konzertreihe des Sinfonischen Kammerorchesters Berlin e.V.
Das Sinfonische Kammerorchester Berlin e.V. (SKOBerlin) lädt ein zum Konzertzyklus BEETHOVEN+, Aufführungen der Sinfonien I – III von Ludwig van Beethoven in Kombination mit Werken der Moderne aus dem 20. und 21. Jh. Dieser Dialog spielt mit der ungebrochenen Aktualität Beethovens und reflektiert diese zugleich im Spiegel zeitgenössischer Musik. Jedes Konzert wird mit einer Urauf-führung bereichert sein und präsentiert darüber hinaus eine schlanke, kammermusikalisch geprägte Klanglichkeit. Die Konzertreihe wird durch die Förderung der LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht.

Ursprünge I / IX
Arnold Schönberg, Kammersinfonie Nr. 1 op. 9
Steven Heelein, canto II (…beim Ursprung), Uraufführung
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 1, C-Dur op.21

Eintritt: 18 € Eintritt, 12 € ermäßigt über ticketmaster.de
Abendkasse ab 18.30 Uhr geöffnet


Mit der ersten Sinfonie betritt Ludwig van Beethoven 1799 als Komponist die „sinfonische Weltbühne“. Form und Instrumentation sind noch an die großen Vorbilder Mozart und Haydn angelehnt. In Harmonik und Gestus wird jedoch der avantgarde Ausdruckswille Beethovens spürbar. Dazu soll mit der Kammersinfonie Nr. 1 op 9 von Arnold Schönbergs das Werk erklingen, mit welchem der Komponist die Neue-Wiener-Schule mit definierte. Sein erstes zwölftöniges Stück öffnet den Blick in die Moderne und steht für den Anfang einer neuen, abstrakten Klangsprache, die das 20. und 21. Jh maßgeblich prägen wird. Zu diesen beiden Werken wollen wir mit dem Auftragswerk an den aufstrebenden Komponisten Steven Heelein eine Brücke zwischen beiden Werken bilden: zwischen Kammermusikalisch und Sinfonisch. 

 Das Sinfonische Kammer Orchester Berlin gründete sich im Herbst 2019 auf Initiative der Musiker Thorsten Putscher, Thomas Hahn, Michael Netzker, und Philippe Perotto. Im Mittelpunkt stand die Idee, ein in seiner Besetzung flexibles Ensemble zu formen, dessen Klangideal vom kammermusikalisch-schlanken Spiel ausgeht. Schnell fanden sich weitere Musikerinnen und Musiker, die diese Idee begeistert mittrugen. Zusammen mit dem Chor der Herz Jesu Kirche in Berlin Prenzlauer Berg, debütierte das Orchester vor ausverkauftem Haus am 3. Advent 2019. Für das Jahr 2020 waren weitere Konzerte geplant. Durch die Covid-19-Pandemie konnten diese Projekte größtenteils leider nicht realisiert werden.

 Der großen Motivation der Orchestermitglieder ist es zu verdanken, dass das Sinfonische Kammerorchester Berlin im Herbst 2020 kammermusikalisch in Erscheinung treten und kurzfristig im Dezember unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident a.D. Wolfgang Thierse ein Benefizkonzert zu Gunsten der Obdachlosen-Not-Übernachtung Berlin streamen konnte. Auch in dieser für den Kulturbetrieb schwierigen Zeit wollte das Orchester im Rahmen der Möglichkeiten weiter musizieren und in seinen Konzerten auch junge Künstlerinnen und Künstler, Solistinnen und Solisten, sowie Komponistinnen und Komponisten fördern. Sehr wichtig ist es dem Orchester auch, dass Menschen aus bildungsferneren Schichten oder Menschen aus strukturschwachen Regionen in Berlin und Brandenburg Zugang zur Musik und den Konzerten finden.

 Konzertpädagogische Programmeinführungen und andere kreative Wege sind fester Bestandteil der Auftritte. Seit November 2021 spielt das Sinfonische Kammerorchester Berlin wieder in voller Besetzung und führte Mozarts Requiem, Mendelssohns 42. Psalm, Thorsten Putschers Sinfonie sacrée (Uraufführung), beide Rheinberger Orgelkonzerte, Steven Heeleins „Kann der Staub dich Preisen“, Schuberts Sinfonie Nr. 8, das Brahms Requiem op. 45 und das Weihnachtsoratorium mit dem Max-Reger-Chor und dem Gebärdenchor Berlin auf. Der künstlerischer Leiter, Thorsten Putscher, wurde in Trier geboren und studierte nach seiner Schulzeit auf dem Landesmusikgymnasium in Montabaur Komposition, Musiktheorie und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Saarbrücken und der Universität der Künste in Berlin. Als Student war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und erhielt unter anderem den Kulturförderpreis der Stadt Saarbrücken. Als Organist und Dirigent liegt sein Schwerpunkt neben der tradierten Orgel-, Chor- und Orchesterliteratur besonders auf der Interpretation zeitgenössischer Werke. Neben dem Sinfonischen Kammerorchester Berlin steht Thorsten Putscher dem Max-Reger-Chor Berlin als musikalischer Leiter vor und ist Dozent für Chorleitung an der Musikschule Paul Hindemith in Berlin-Neukölln. 2019 wurde er als Kirchenmusiker an die katholische Kirche Herz Jesu im Prenzlauer Berg berufen.